Vier Fragen zur Orientierung

Mit 14 Jahren wollte ich Ingenieur werden.

Nicht weil ich wusste, was das bedeutet. Sondern weil mein Vater Ingenieur war – und ich eine Antwort auf die Frage brauchte: „Was willst du später einmal werden?"

Diese Unsicherheit hat mich länger begleitet, als ich damals gedacht hätte.

Auf der Suche nach Orientierung bin ich irgendwann auf vier einfache Fragen gestoßen:

→ Was kann ich gut?

→ Wofür werde ich bezahlt?

→ Was liebe ich?

→ Was braucht die Welt?

(Oft werden diese vier Fragen auch mit der japanischen Lebensphilosophie „Ikigai“ in Verbindung gebracht.)

Ich habe mich lange an den ersten beiden Fragen orientiert: Was kann ich gut und wofür werde ich bezahlt?

- Im Studium habe ich gemerkt, dass mir Informatik liegt. Also bin ich damit in die Berufswelt gestartet.

- Im Job ist mir aufgefallen: Ich denke gut in Strukturen. Also habe ich das weiter ausgebaut.

Was ich dabei verdrängt habe: Was tue ich eigentlich gern und was braucht die Welt davon?

- Diese Fragen hat mir dann mein Burnout gestellt. Laut. Und nicht besonders höflich.

- Erst danach habe ich begonnen, alle vier Bereiche ernstzunehmen – nicht nur einen Teil davon.

Mittlerweile begleite ich Teams in der Produktentwicklung, halte Vorträge zur Burnout-Prävention und unterstütze Menschen bei ihrer beruflichen Orientierung.

Drei der vier Bereiche fühlen sich stimmig an. Den vierten – das wirtschaftliche Standbein – teste ich gerade.

Nicht jeder Job muss alle vier Bereiche erfüllen. Manches finden wir in unserer Arbeit. Manches außerhalb davon.

Aber allein die Fragen zu stellen, kann unglaublich viel Klarheit bringen.

Auf welche der vier Fragen hast du bisher verzichtet?

Schreib mir gern oder hinterlass einen Kommentar.

Ich freue mich auf das Gespräch!

#BeruflicheOrientierung #Coaching #BurnoutPrävention

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