Gefühlskompass
Vor 3 Jahren habe ich gedacht: Gefühle sind unfassbar nervig!
Heute weiß ich: Gefühle sind Informationen.
Jedes Gefühl hat eine Funktion.
Die angenehmen Gefühle:
– Stolz zeigt Selbstwirksamkeit. Er sagt: „Hier habe ich etwas geschafft."
– Zufriedenheit stabilisiert. Sie sagt: „So ist es okay."
– Liebe verbindet. Sie sagt: „Hier fühle ich mich wohl."
Und auch die unangenehmen Gefühle:
– Angst schützt mich. Sie sagt: „Hier droht Gefahr."
– Wut setzt Grenzen. Sie sagt: „Hier stimmt etwas nicht."
– Trauer lässt los. Sie sagt: „Hier gibt es etwas zu verarbeiten."
Das Problem: Im Stress höre ich nicht hin. Ich funktioniere, halte durch, verdränge. Bis der Körper lauter wird als der Kopf.
Auf meinem Weg aus dem Burnout habe ich deshalb ein Werkzeug entwickelt, das mir hilft, mich selbst wahrzunehmen: Meinen Gefühlskompass, den ich in reduzierter Version als Bild angehängt habe.
Der Kompass zeigt mir, in welchem Modus ich gerade bin – Erholung, Gestaltung oder Überleben – und stellt mir vier Fragen, um herauszufinden, wo ich stehe:
→ Gedanken: Was denke ich? – Worauf richte ich meine Aufmerksamkeit?
→ Gefühle: Was fühle ich? – Was darf vielleicht gar nicht da sein?
→ Körper: Was spüre ich? – Wie ist mein Atem? Wo bin ich gerade verspannt?
→ Bedürfnisse: Was brauche ich wirklich? – nicht das Ersatzbedürfnis, sondern das tatsächliche Bedürfnis dahinter.
Selbstregulation ist keine Disziplin-Frage. Sie ist eine Wahrnehmungs-Frage. Und Wahrnehmung ist trainierbar.
Probiere es diese Woche aus: Wenn dir etwas zu viel wird, mache einen kurzen inneren Stopp – und geh diese vier Fragen durch.
In welchem Modus bist du gerade am häufigsten – Erholung, Gestaltung oder Überleben?
Schreib mir gern oder hinterlass einen Kommentar. Ich freue mich auf das Gespräch!
#Selbstregulation #Coaching #Gefühlskompass